Bildung kommt von Bildschirm

(von Inna Savidfoluschi)
 
Die Wilhelm-Kaisen-Oberschule erhält 48 neuwertige Computer-Monitore von der Bremer Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Eisenführ Speiser. Vermittelt wurde die großzügige Spende durch den Lions Club Bremen-Wümme.

Zu Beginn des neuen Schuljahres überreichte Dr. Veenhuis im Namen der international tätigen Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Eisenführ Speiser der Wilhelm-Kaisen-Oberschule 48 hochwertige LCD-Monitore. Die gespendeten Bildschirme sind inzwischen sowohl in der Bibliothek und den Lehrerstützpunkten als auch in Fach- und Klassenräumen im Einsatz und stehen so Lernenden und Lehrenden zur Verfügung.
 
„Bildung kommt von Bildschirm und nicht von Buch, sonst hieße es ja Buchung.“
 
Diese Ableitung des deutschen Kabarettisten Dieter Hildebrandt erklärt sehr treffend, woher der Großteil der Menschen ihre Bildung heutzutage bezieht. Jederzeit und überall kann man mithilfe des Internets über einen Bildschirm auf das gesamte digital gespeicherte Wissen der Welt zugreifen.
Mit dieser allgegenwärtigen Präsenz digitaler Medien wachsen die Schülerinnen und Schüler der WKO als Digital Natives auf. Dennoch verfügen sie nicht automatisch über die notwendige Kompetenz im Umgang mit diesen. Daher ist es überaus wichtig, den Unterricht an der weiterführenden Schule zu nutzen, um diese Kompetenz auszubauen. An der WKO werden die Kinder in Jahrgang 5 im sehr beliebten Fach ITG unterrichtet und lernen dort jede Woche für zwei Unterrichtsstunden den Umgang mit der Lernplattform itslearning, Recherche im Internet und die Erstellung von Präsentationen. Die dort erworbenen Fähigkeiten wenden die Lernenden später auch beim selbstorganisierten Lernen an. „Als Schule ist es unser Ziel den Schülern einen kritischen Umgang mit den neuen Medien zu vermitteln und die Schüler an die Arbeit mit dem PC, insbesondere der Textverarbeitung, heranzuführen“, erklärt der Schulleiter Herr Seipke. Der sinnvolle Einsatz digitaler Medien eröffnet schließlich vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Umso mehr freut sich die WKO, dass der Computerraum der Schule seit Mitte November endlich wieder von allen Lerngruppen genutzt werden kann. Dieser musste aufgrund des Raummangels an der Schule übergangsweise bis zur Errichtung von Mobilbauten als Klassenraum umfunktioniert werden.
Mithilfe der großzügigen Spende von 48 Bildschirmen bereichert Eisenführ Speiser, eine auf den Schutz geistigen Eigentums spezialisierte Kanzlei, das Bildungsangebot an der WKO. „Es ist momentan recht schwierig, gut qualifizierte Fachkräfte zu finden“, erklärt Patentanwalt Dr. Holger Veenhuis. Daher setzt das Unternehmen sehr stark auf Ausbildung. Hierbei engagiert sich Eisenführ Speiser besonders bei der Ausbildung von Patentanwaltsfachangestellten. Seminare im eigenen Unternehmen werden für Auszubildende aus ganz Norddeutschland geöffnet und Mitarbeiter von Eisenführ Speiser gehen in die Berufsschulen, um das Berufsbild bekannter zu machen.
 
Um den Beruf der Patentanwaltsfachangestellten mehr ins Bewusstsein der künftigen Realschul-Absolventen zu rücken, wird Eisenführ Speiser ab kommendem Jahr auch am Umsteigebahnhof der WKO teilnehmen. Bei dieser Berufsorientierungsmesse informieren Unternehmen – oft auch mithilfe von Lehrlingen – Schülerinnen und Schüler an einem Infostand oder im Rahmen eines Workshops darüber, welche Kompetenzen und Persönlichkeitsmerkmale in einem Beruf besonders gefragt sind und welche Aufgaben später im Berufsalltag erledigt werden müssen. So sind sprachliche Gewandtheit in Deutsch und Englisch, Gewissenhaftigkeit, Teamfähigkeit, höfliches und gepflegtes Auftreten sowie gutes Organisationstalent unerlässlich, wenn man die Ausbildung zum Patentanwaltsfachangestellten antritt. Im Gegenzug erhält man als Auszubildender bei Eisenführ Speiser übertarifliche Bezahlung und kann in einem professionellen Umfeld mit flexiblen Arbeitszeiten tätig sein.
Aufmerksam wurde Eisenführ Speiser auf die Wilhelm-Kaisen-Oberschule aufgrund der Kooperation mit dem Lions Club Bremen-Wümme, der sich für eine Vermittlung der Monitore einsetzte. So profitierte die WKO von der Umstellung der Kanzlei auf neuere Bildschirm-Modelle.
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